Grenznutzen – die österreichische Schule der Nationalökonomie

Der scheinbar unaufhaltsam gewordene Siegeszug der Moderne und des bürgerlichen Liberalismus im Gefolge von Aufklärung, Ratio und wissenschaftlich-technischem Fortschritt, der verzögerte Triumph der so spät in die Habsburgermonarchie gelangten kapitalistischen Produktionsweise fand in Wien seine besondere Theoretisierung. Die Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie, die Theoretiker der so genannten Grenznutzenlehre begründeten mit ihrer psychologischen Schule eine subjektive Wertlehre, konzentrierten ihr Augenmerk auf Prozesse der nachfragegeleiteten Bewertung von Gütern und die auf rationaler Entscheidungsgrundlage basierenden Präferenzen des konsumierenden Individuums am freien Markt. Sie unternahmen den groß angelegten Versuch der Konzeption einer ökonomischen Metatheorie, eines geschlossenen Gegenentwurfs zur objektiven Wertlehre, die – im Gefolge der klassischen Nationalökonomie von Ricardo und Marx entwickelt – den Wert einer Ware durch die zu ihrer Herstellung gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt sah. Für die Grenznutzentheoretiker hingegen war der Warenwert durch den „Nutzen“ festgelegt, den das letzte noch verfügbare Teilquantum für seinen Eigentümer annimmt. Diese mikroökonomische Wende, die Hinwendung zum Subjektivismus, zur Problematik der Nachfrage und der Bedürfnisstrukturen – mithin die Akzentuierung der Konsumptionsseite und der Entscheidungsmächtigkeit rational agierender Individuen – hat der ökonomischen Theorie radikal neue Perspektiven eröffnet. Sie hat zugleich aktuelle die normative Präferenz der Grenznutzentheoretiker für die kapitalistische Markt- und Konkurrenzwirtschaft festgeschrieben. Es ging dem ökonomischen Subjektivismus um nichts weniger als um deren sachlich-rationale Legitimierung und deren objektiv-wissenschaftliche Begründung. 

Carl Menger hat sein Hauptwerk Grundsätze der Volkswirtschaftslehre 1871 veröffentlicht  und damit – zusammen mit dem zeitgleich, aber unabhängig von ihm arbeitenden Engländer William Jevons und dem französischen Schweizer Marie Esprit Leon Walras – die Grenznutzenlehre begründet. Menger, der Privatlehrer Kronprinz Rudolfs, war ein paradigmatischer Liberaler: Sein optimistisches Menschenbild, seine unbedingte Fortschrittsgläubigkeit, sein Szientismus und Positivismus, sein methodologischer Individualismus und Zweckrationalismus – all dies geht in die Theoretisierung des modernen industriellen Kapitalismus, des gesellschaftlichen Prozesses der Güterproduktion als eine Analyse individueller, zweckoptimierter, bedürfnisangeleiteter Konsumption ein. „Wert“ wird den Grenznutzentheoretikern zur relativen Größe, das wirkungsmächtige Moment im wirtschaftlichen Prozess ist die Nachfrage, während sich die Produktion lediglich passiv anpasst. Wo aber die rationalen Entscheidungen autonomer ökonomischer Akteure eine bloß reaktive Produktionsseite dominieren, dort ist der liberale Kapitalismus die einzig legitimierte, ja einzig mögliche Wirtschaftsform. 

Die grundlegenden, ja revolutionären Arbeiten Mengers wurden von Friedrich von Wieser und Eugen von Böhm-Bawerk weiter geführt und zu einer eigenständigen Schule ausgebaut. Insbesondere Böhm-Bawerk stellte die in der Beurteilung eines seiner prominentesten Schüler, Josef Schumpeter, wohl schwierigste und bis dahin ungelöste ökonomische Problematik in das Zentrum seiner Arbeiten – das Phänomen des Kapitalzinses, also des Netto-Kapitalertrags. Vor ihm hatte sich lediglich Marx der Herausforderung einer Theoretisierung des Zins- und Profitsystems gestellt. Und in der Tat verstand Böhm-Bawerk, bei aller gegebenen Wertschätzung einzelner Aspekte des Marx‘schen nationalökonomischen Werkes, das von ihm erarbeitete Theoriegebäude nicht zuletzt auch als radikales Gegenmodell zu sozialistischen Wirtschaftskonzeptionen. Dennoch, oder gerade deswegen fanden sich neben Schumpeter oder Ludwig von Mises mit Rudolf Hilferding, Otto Bauer und Otto Neurath führende Köpfe des künftigen Austromarxismus im exklusiven Kreis der Teilnehmer am Privatseminar des Wiener liberalen Ökonomen. 

Die „Gründergeneration“ der Wiener Schule der Nationalökonomie hat in dem von ihr propagierten Perspektivenwechsel von Produktions- hin zu Allokationsfragen, von der Thematisierung langfristiger Dynamiken hin zur statischen Gleichgewichtsanalyse neue (und faszinierende) Einsichten in die Funktionsweise wirtschaftlicher Prozesse eröffnet. Wesentliche, dynamische Momente der neuen Wirtschaftsform wie die Bewegungen der Profitrate oder den notwendigen Wechsel der Konjunkturen hat sie nicht thematisiert, eine Krisentheorie demnach niemals entwickelt; letzteres findet sich erst bei Friedrich von Hayek und, vor allem, bei Schumpeter. 

Die nächstfolgende Generation der Wiener Schule um Mises und Friedrich von Hayek hat deren methodologische Verfahren und theoretische Konzeptionen ideologisch massiv aufgeladen und hermetisch geschlossen. Mises hat den Spekulations- und Schieberkapitalismus der unmittelbaren Wiener Nachkriegszeit ab 1918 in ein wissenschaftliches System transformiert, der Nobelpreisträger Hayek hat, über den Umweg der Chicago Boys, auf die fundamental neoliberale und anti-keynesianische Politik Margaret Thatchers und Ronald Reagans wesentlich Einfluss genommen.

Akt als Übersicht anzeigen

Dr. Eugen Böhm Ritter von Bawerk; Ansuchen um Bestätigung als Privatdozent, 24.02.1880

AT-OeStA/AVA Unterricht UM allg. Akten 609.18

Das Dekanat der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät bittet um Zulassung von Dr. Eugen Böhm Ritter von Bawerk als Privatdozent für politische Ökonomie. Dem Ansuchen ist ein eigenhändig geschriebenes Programm der beabsichtigten Vorträge Böhm-Bawerks im Sommersemester 1880 und sein Lebenslauf beigelegt.

Das Dekanat der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät bittet um Zulassung von Dr. Eugen Böhm Ritter von Bawerk als Privatdozent für politische Ökonomie. Dem Ansuchen ist ein eigenhändig geschriebenes Programm der beabsichtigten Vorträge Böhm-Bawerks im Sommersemester 1880 und sein Lebenslauf beigelegt.

Auf Zeitleiste anzeigen
Brief als Übersicht anzeigen

Josef Schumpeter an Ministerialrath Hans Mausrus nach einer Vortragsreise durch die USA, 19.03.1914

AT-OeStA/AVA, Unterricht, Kt. 319, 43351/1914

Josef Schumpeter war nach seiner Lehrtätigkeit an der Columbia University in New York eine mehrwöchige Vortragsreise durch die USA angetreten, die ihn an insgesamt 17 renommierte Universitäten geführt hatte. Am Ende dieser Tour zieht er ein zufriedenes Resümee und kündigt baldige Berichtlegung an.

Josef Schumpeter war nach seiner Lehrtätigkeit an der Columbia University in New York eine mehrwöchige Vortragsreise durch die USA angetreten, die ihn an insgesamt 17 renommierte Universitäten geführt hatte. Am Ende dieser Tour zieht er ein zufriedenes Resümee und kündigt baldige Berichtlegung an.

Auf Zeitleiste anzeigen
Autograph als Übersicht anzeigen

Friedrich von Wieser, eigenhändig geschriebener Lebenslauf, 28.05.1883

AT-OeStA/AVA Unterricht UM allg. Akten 615.17, PA Wieser, Zl. 22.888/1883

1883 wird Friedrich Wieser die venia legendi für politische Ökonomie an der Universität Wien erteilt. Im Zuge der Habilitierung legt Wieser einen eigenhändig geschriebenen Lebenslauf und ein ebensolches Vorlesungsprogramm vor.

1883 wird Friedrich Wieser die venia legendi für politische Ökonomie an der Universität Wien erteilt. Im Zuge der Habilitierung legt Wieser einen eigenhändig geschriebenen Lebenslauf und ein ebensolches Vorlesungsprogramm vor.

Transkription

Curriculum vitae.

Ich bin in Wien im Jahre 1851 geboren. Die Gymnasialstudien habe ich bei den Schotten in Wien in den Jahren 1859 bis 1868, die juridischen Studien an der Wiener Universität in den Jahren 1868 bis 1872 absolviert. Im Jahre 1875 wurde ich zum Doctor der Rechte in Wien promovirt. Mit einem mir vom kk. Ministerium für Cultus und Unterricht verliehenen Stipendium besuchte ich im Studienjahre 1875/6 die Universität Heidelberg, wo ich bei Knies politische Ökonomie hörte. Für das Jahr 1876/7 erhielt ich abermals ein Reisestipendium worauf ich die Universitäten in Leipzig und Jena besuchte.

Wien 28 Mai 1883

Dr. Friedrich v[on] Wieser

Die Transkriptionen geben die originale Schreibung und Satzzeichensetzung wieder, d.h. die Rechtschreibung wurde nicht aktualisiert. Offensichtliche Rechtschreibfehler sind ausgebessert, um der besseren Lesbarkeit willen aber nicht extra markiert. Die gängigen Abkürzungen wie z.B. „k.k.“, wurden belassen, unklare Abkürzungen zwischen [] ergänzt und das Wort wieder vervollständigt.
Der Seiten- und Zeilenumbruch der Transkription entspricht nicht dem Originaltext, allerdings wurden die Absätze übernommen.

mehr mehr
Auf Zeitleiste anzeigen
Autograph als Übersicht anzeigen

Friedrich von Wieser, eigenhändig geschriebenes Vorlesungsprogamm, 01.05.1883

AT-OeStA/AVA Unterricht UM allg. Akten 615.17, PA Wieser, Zl. 22.888/1883

1883 wird Friedrich Wieser die venia legendi für politische Ökonomie an der Universität Wien erteilt. Im Zuge der Habilitierung legt Wieser einen eigenhändig geschriebenen Lebenslauf und ein ebensolches Vorlesungsprogramm vor.

1883 wird Friedrich Wieser die venia legendi für politische Ökonomie an der Universität Wien erteilt. Im Zuge der Habilitierung legt Wieser einen eigenhändig geschriebenen Lebenslauf und ein ebensolches Vorlesungsprogramm vor.

Transkription

Vorlesungsprogramm

Ich beabsichtige, im ersten Semester nach der Habilitirung ein kleineres, vorbereitendes Collegium, etwa über Geschichte der Nationalökonomie, und im zweiten, längstens im dritten Semester, theoretische Nationalökonomie zu lesen. Ich beabsichtige dieß mit Rücksicht auf die überwiegende Wichtigkeit, welche der theoretischen Nationalökonomie unter den die politische Ökonomie bildenden Wissenschaften zukommt, indem sie die Grundbegriffe und die allgemeinen Gesetze entwickelt, durch deren Anwendung allein das Studium der übrigen Zweige der politischen Ökonomie zu einem in Wahrheit wissenschaftlichen Studium erhoben werden kann.

Die theoretische Nationalökonomie verstehe ich als beschreibende Wissenschaft von den allgemeinen wirtschaftlichen Erscheinungen d. h. sowohl von den allgemeinen Formen der wirthschaftlichen Akte, als von den allgmeinen Formen der Thatbestände, mit Rücksicht auf welche dieselben vorgenommen werden. Die zu entwickelnden Gesetze sind durchweg Gesetze menschlicher Bewußseinsakte (Interessenäußerungen, Handlungen), welche mit Rücksicht auf bestimmte, erfahrungsmäßig sich vorfindende Thatbestände vorgenommen werden. Ich sehe in der theoretischen Nationalökonomie insoferne eine angewandte Psychologie; allerdings besteht jedoch ein großer Theil ihrer Aufgabe – und dieser hat in der Aufgabe der reinen Psychologie kein Gegenstück – in der Angabe der Elemente und Formen der zu den wirthschaftlichen Akten anregenden Thatbestände und selbst insoweit ihre Aufgabe darin besteht, die Gesetzmäßigkeiten in den zu untersuchenden Bewußtseinsakten nachzuweisen, handelt es sich durchaus um die Erklärung von concreteren, zusammengesetzteren Akten, als diejenigen sind, deren Erklärung die Aufgabe der Psychologie ist. Die Entwicklung der Gesetze geschieht mit Hilfe der Erfahrung. Das Erfahrungsmateriale ist im großen Ganzen auf demselben Wege zu sammeln und zu verwerthen, auf welchem die Psychologie zu ihren Resultaten gelangt. Die historische und statistische Sammlung und Verwerthung des Materiales führt nicht zum Ziele. Die theoretische Nationalökonomie als beschreibende Wissenschaft besitzt nicht den ihr von vielen Seiten zugeschriebenen ethischen Charakter, sie hat die Thatsachen der Wirthschaft darzustellen, wie sie sind, nicht, wie sie sein sollen. Selbstverständlich will ich nicht die Zulässigkeit und Zweckmäßigkeit historischer und statistischer Beweisführung in den anderen Zweigen der politischen Ökonomie läugnen. Auch erkenne ich an, daß die ethischen, altruistischen Gefühle einen großen Antheil an der Motivierung der vollzogenen wirthschaftlichen Akte haben, weshalb sie bei deren Erklärung aus diesem Grunde nicht übergangen werden können, und daß ferner in den aufzustellenden Grundsätzen der Volkswirthschaftspolitik und Staatswirthschaft die ethische Richtung geradezu zum Ausdruck zu kommen hat.

Eine besondere Hervorhebung erfordern diejenigen methodischen Fragen, welche mit Rücksicht auf den behaupteten organischen Charakter der volkswirthschaftlichen Erscheinungen entstehen. Ich bin der Meinung, daß der behauptete Charakter zurückzuführen ist auf die Fähigkeit der Menschen, ihre Akte vernünftig einzurichten und insbesondere in der Weise zu modifizieren, daß der Erfolg des ersten Aktes, in einem gewissen Grade, mitbestimmend für die Anlage der folgenden Akte wird. Die Wirkungen der Akte werden hiedurch wieder zu Ursachen derselben. Die Menschen sind einer solchen Anpassung ihrer Handlungsweise an die Bedingungen des Erfolges im ausgedhnten Maße fähig. Es entstehen Handlungsreihen von außerordentlicher Länge, innerhalb deren der auf Grund der gemachten Erfahrungen vorausgesehene Erfolg der letztvorzunehmenden Handlung das Motiv für die Vornahme aller ihr zeitlich vorangehenden Handlungen wird, während wieder die zeitlich vorangehenden Handlungen die Antecedentien zur Ausführung der folgenden schaffen, ferner führt die Entwicklung dahin, daß die neben einander laufenden Handlungsreihen , die ursprünglich selbständig ja auf ihre besonderen Erfolge gerichtet sind, immer mehr und besser mit einander in Einklang gebracht werden, so daß wechselseitige Störungen möglichst vermieden oder vermindert werden und der Erfolg im Ganzen möglichst erhöht wird, endlich werden Handlungsweisen verschiedener Individuen, vieler, ja aller Angehörigen eines Volkes und selbst mehrerer und vieler Völker an einander angepaßt. Hiedurch ist es gegeben, daß die einzelnen Akte, bis zu einem gewissen Grade, in das Ganze der Handlungen eines Individuums und ebenso die Handlungen der Individuen in das Ganze der Volkswirthschaft und des Volkslebens zweckmäßig eingepaßt und wechselseitig von einander abhängig sind. Eine starke Erschwerung des Verständnisses aller dieser Handlungsphänomene liegt darin, daß die Ausbildung derselben (selbst derjenigen unter ihnen, welche das Individuum für sich genommen, betreffen) fast nie auf dem Wege exacter, voller, planmäßiger Überlegung geschieht, wodurch der Zusammenhang der einzelnen Bestandtheile gelockert und dem Bewußtsein der handelnden Personen selbst entfremdet wird. Ich erachte es als die Aufgabe der Theorie, die Zusammenhänge im weitesten Umfange aufzusuchen, ich bin aber zugleich der Meinung, daß die Erklärung erst dann als vollendet angesehen werden kann, wenn alle wirkenden Factoren auch im Einzelnen erkannt sind und wenn jede Erscheinung auf die im Bewußtsein der Handelnden wirkenden Motive zurückgeführt ist. Der Erklärung der großen Handlungscomplexe hat die Erklärung der Elemente, aus welchen sie zusammengesetzt sind, vorauszugehen, allerdings darf nachher die Zusammensetzung der Elemente und die Untersuchung der Wirkungen, die sie durch ihre Zusammensetzung haben, nicht übersehen werden. Auch die volkswirthschaftlichen Akte müssen aus dem Individualbewußtsein abgeleitet werden. Diese Auffassung schließt nicht die Meinung in sich, daß die Absichten der das Volk bildenden Individuen durchaus feindlich gegen einander gerichtet seien oder im besten Falle neutral neben einander laufen, sondern sie ist mit der Annahme wohl verträglich, daß den individuellen Bestrebungen im ausgedehnten Maße die Anerkennung fremder Interessen und insbesonders der Solidarität der Klassen- und Volksinteressen zu Grunde liege, und daß sie selbst zum Theile geradezu auf die Beförderung des allgemeinen Wohles gerichtet seien.

Wien Mai 1883

Dr. Friedrich v[on] Wieser

Die Transkriptionen geben die originale Schreibung und Satzzeichensetzung wieder, d.h. die Rechtschreibung wurde nicht aktualisiert. Offensichtliche Rechtschreibfehler sind ausgebessert, um der besseren Lesbarkeit willen aber nicht extra markiert. Die gängigen Abkürzungen wie z.B. „k.k.“, wurden belassen, unklare Abkürzungen zwischen [] ergänzt und das Wort wieder vervollständigt.
Der Seiten- und Zeilenumbruch der Transkription entspricht nicht dem Originaltext, allerdings wurden die Absätze übernommen.

mehr mehr
Auf Zeitleiste anzeigen
Akt als Übersicht anzeigen

Vorschlag des Professorenkollegiums der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien betreffend die Wiederbesetzung der Lehrkanzel für politische Ökonomie mit Friedrich Wieser "unico loco", 01.07.1903

AT-OeStA/AVA Unterricht UM allg. Akten 615.17, PA Wieser, Zl. 23.128/1903

Auf Zeitleiste anzeigen
Akt als Übersicht anzeigen

Friedrich von Wieser, Ernennung zum ordentlichen Universitätsprofessor der politischen Ökonomie an der Universität Wien 1903, 31.07.1903

AT-OeStA/AVA Unterricht UM allg. Akten 615.17, PA Wieser, Zl. 26.863/1903

Friedrich Wieser (1851-1926) wird als Nachfolger des in den Ruhestand versetzten Karl Menger ordentlicher Professor der politischen Ökonomie an der Wiener Universität. Im Vortrag wird auf Wiesers erfolgreiches lehramtliches und wissenschaftliches Wirken sowie seine Publikationstätigkeit, die über die Grenzen Österreichs hinaus hohe Wertschätzung und Anerkennung gefunden hat, hingewiesen. Wieser, "welcher zu den hervorragendsten Vertretern der von Hofrat Menger begründeten in der Literatur 'Österreichische' oder 'Wiener' Schule genannten rein theoretischen Richtung der Forschung auf dem Gebiete der Nationalökonomie zählt" sollte in würdiger und erfolgreicher Weise die Nachfolge Mengers antreten.

Friedrich Wieser (1851-1926) wird als Nachfolger des in den Ruhestand versetzten Karl Menger ordentlicher Professor der politischen Ökonomie an der Wiener Universität. Im Vortrag wird auf Wiesers erfolgreiches lehramtliches und wissenschaftliches Wirken sowie seine Publikationstätigkeit, die über die Grenzen Österreichs hinaus hohe Wertschätzung und Anerkennung gefunden hat, hingewiesen. Wieser, "welcher zu den hervorragendsten Vertretern der von Hofrat Menger begründeten in der Literatur 'Österreichische' oder 'Wiener' Schule genannten rein theoretischen Richtung der Forschung auf dem Gebiete der Nationalökonomie zählt" sollte in würdiger und erfolgreicher Weise die Nachfolge Mengers antreten.

Auf Zeitleiste anzeigen
X
Tablet drehen